"Selbst Aktiv" in Berlin - Ein Bericht von Klaus-Dieter Dingel
Meldung vom 13.12.2011
Unser Regionalleiter Klaus-Dieter Dingel nimmt am Netzwerk "Selbst Aktiv" in Berlin teil.
Kein Tag wie jeder andere!
Am 03.12.2011 fuhr ich nach Berlin in das Willy Brand Haus, um an dem Kongress von
„Selbst Aktiv“ teilzunehmen. Da mein Sohn, der mich eigentlich fahren wollte, nicht frei bekam, musste ich zunächst meine Frau überzeugen, die rund 500km weite Reise auf sich zu nehmen. Als auch mein Sauerstoffbehälter pünktlich am Freitag geliefert wurde, stand
der Reise am Samstag nichts mehr entgegen.
Meine Intention war, bei der SPD einen Fuß in die Tür zu bekommen. Deshalb habe ich
mich entschlossen, in „Selbst Aktiv“ mitzuarbeiten, da genau dort die Schnittstelle zur Partei ist. Bei „Selbst Aktiv“ kann jeder behinderte Mensch mitarbeiten und seine Forderungen formulieren – diese Forderungen entnahm ich unserem Forderungspapier. Der
Bundessprecher ist Karl Finke aus Hannover, der selbst fast blind ist. Er setzt sich verstärkt für uns ein, was auch in der Rede von Andrea Nales deutlich wurde, die sich für „Selbst Aktiv“ ausgesprochen hat, obwohl die Partei eigentlich die Gremien zusammenlegen wollte, um die Anzahl zu verkleinern. Andrea Nales machte uns in ihrer Ansprache Mut und betonte, dass mit der Schaffung des Netzwerks behinderter Menschen endlich eine Nahtstelle zur
Regierung hergestellt wurde.
Im Anschluss an diese Fachtagung gegen 15 Uhr fand der Internationale Kongress im Willy Brand Haus statt. Dieser war von jeder Menge Medienrummel begleitet und hatte den schwedischen Ministerpräsidenten und viele Staatsoberhäupter aus der ganzen Welt zu Gast. Ich war akkreditiert und durfte am Kongress teilnehmen. Nun konnten wir gegen
Abend unser Hotel belegen, leider mussten wir 14 km quer durch Berlin fahren.
In den späten Abendstunden bekam ich einen Anruf, in dem mir Karl Finke mitteilte, dass wir mit „Selbst Aktiv“ ab sofort eine eigene Arbeitsgruppe in der SPD sind – dies war ein Riesen Erfolg. Nun haben wir genau die Schnittstelle zur Parteispitze, die wir brauchen, um unsere Belange vorzutragen. Ich hoffe auf rege Beteiligung in diesem tollen Netzwerk. Diese Reise zum Bundesparteitag war für uns ein voller Erfolg, auch wenn es schade ist, dass wir keinen Stand dort hatten.
Am Sonntagmorgen wurde ich nach einem kurzen Anruf bei meiner Kontaktperson freundlich von ihr in Empfang genommen. Begleitet von einem Wachmann gingen wir durch das Plenum und durften ganz vorne einen Platz neben der Fraktion aus Berlin einnehmen.
Dort verbrachte ich nun alle drei Tage und lauschte den Reden. Besonders gefreut hat mich die Rede von Sigmar Gabriel. Er setzt sich persönlich dafür ein, dass die UN-Menschenrechtskonvention in kürzester Zeit 1:1 umgesetzt wird. Wenn er dieses Vorhaben umsetzt, wird eine große Hürde genommen sein.
Meine Reise war sehr anstrengend, aber auch erfolgreich. Ich bin glücklich heimgekehrt und möchte dem Vorstand des MMB meinen Dank aussprechen.
Mit freundlichen
Grüßen
Klaus-Dieter Dingel
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MMB – Regionalleiter
Nord Hessen






