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Behinderungsbedingte Nachteile versichern?

Meldung vom 12.06.2017

Mit einer unkonventionellen Idee möchte der MMB-Vorsitzende Heinrich Buschmann Menschen mit behinderungsbedingten Bedarfen aus der Sozialhilfe holen.

Mit der Vorstellung einer Pflichtversicherung, die an die Pflegeversicherung angedockt wird, hat Heinrich Buschmann die Mitglieder des Vereins Mobil mit Behinderung e.V. um ihre Meinung gebeten. Da jeder Mensch übergangslos von einer Behinderung betroffen sein kann, hält er es für sinnvoll, dass auch alle Sozialversicherungspflichtigen gemeinsam das Risiko tragen.

Die zum Teil sehr kostenintensiven Nachteilsausgleiche, wie z.B. Assistenz oder behinderungsgerechte Fahrzeuge finden nicht immer einen Kostenträger, so dass letztrangig die Sozialbehörden gefragt sind. Wie diese mit den entsprechenden Anträgen umgehen, ist allseits bekannt.

Im Kobinet gab er dazu ein Interview. 

Buschmann sprach darüber schon mit Politikern auf Landes- und Bundesebene, die der Idee größtenteils positiv gegenüber stehen. Die Menschen kämen ein Stück weiter aus der Sozialhilfe heraus und die Kommunen würden entlastet werden. Bis das BTHG soweit nachgebessert ist, dass diese Aspekte wirklich abgedeckt sind, dürfte noch viel Zeit ins Land gehen. Falls dort überhaupt etwas geschieht.

Alle Mitglieder und Freunde des MMB sind aufgerufen, ihre Meinung dazu zu äußern.  

(rob)