1. Klausurtagung
Am Wochenende vom 12. bis 14. März 2010 trafen sich der Vorstand, die Teamleiter sowie einige ausgewählte Aktive von Mobil mit Behinderung e.V. (MMB) zur 1. Klausurtagung im Schlosshotel Behringen bei Eisenach.
Ziel der Tagung war es, die im Vorjahr begonnene Neuausrichtung und Umstrukturierung des Vereins weiter voranzubringen. Nachdem der Verein 2001 ursprünglich zu Zwecken der Beratung und des Erfahrungsaustausches in Sachen behindertengerechter KFZ-Umbauten und deren Finanzierung gegründet worden war, wuchs im Kreise der Aktiven immer mehr der Gedanke, dass eine reine Beratungstätigkeit nicht mehr ausreicht und deshalb die Vereinsarbeit sich mehr auf eine Änderung der Gesetzeslage konzentrieren muss. Nach einer Flut von 328 Beratungsanfragen im Jahr 2008 wurde deshalb während dem Beraterseminar im April 2009 beschlossen, die Aktivitäten des Vereins mehr in Richtung politischer und Öffentlichkeitsarbeit hin auszurichten.
Die Beratungstätigkeit wurde zwar beibehalten, aber die Öffentlichkeitsarbeit wurde durch Gründung eines eigenen Teams stärker in den Fokus der Aktivitäten gestellt. Die Zusammenarbeit mit anderen Behindertenverbänden und die Aufklärung der politischen Entscheidungsträger wurden ausgebaut.
Auf der Klausurtagung des MMB im März 2010 ging es darum, die begonnene Neuausrichtung und Umstrukturierung kritisch zu betrachten und die weitere Vorgehensweise festzulegen. Zunächst wurde das letztendliche Ziel aller Aktivitäten festgelegt – das Mobilitätssicherungsgesetz MobiSiG, das allen Behinderten eine individuelle, ihren Bedürfnissen angepasste Mobilität sichern soll.
Im zweiten Schritt wurde der weitere Weg zur Umsetzung dieses Gesetzes erarbeitet. Dazu wurden die einzelnen Aufgaben innerhalb des MMB gesammelt und analysiert, um sie anschließend zu gruppieren und einzelnen Teams zuzuordnen. Dabei stellte sich heraus, dass neben dem Vorstand und den Teams für Öffentlichkeitsarbeit, Beratung usw. auch Teams für die Verwaltung und Organisation benötigt werden, um den anderen Teams eine Basis für ihre Arbeit zu bereiten.
Das neu gegründete Team Orga hat die Ergebnisse aus der Klausurtagung mitgenommen und erarbeitet eine neue Aufgabenverteilung sowie einige organisatorische Änderungen, um die vorhandenen Kapazitäten der Aktiven besser nutzen zu können.
Abgerundet wurde die Klausurtagung durch Berichte zu laufenden Projekten: Carsten Mende berichtete von der Kooperation mit dem Public Interest Law Institute (PILI / Pro Bono) und Karin Vollath stellte erste Ergebnisse der Studie zur Auswirkung fehlender Mobilität vor.






