Mobil mit Behinderung e.V. startet Kampagne zur gesetzlichen Regelung eines allgemeinen Anspruchs auf Mobilität für alle Menschen mit Behinderung
Pressemitteilung vom 17.11.2011
Vom 11.11.-13.11.11 tagte der Vorstand des Vereins Mobil mit Behinderung e. V. (MMB) in Behringen. Es wurde beschlossen, dass die Ausrichtung des Vereins vom bisherigen Schwerpunkt „Beratung im Sinne von Hilfe zur Selbsthilfe“ hin zur politischen Arbeit verstärkt werden muss, um zukünftig Veränderungen in der Gesellschaft und der Gesetzeslage voran zu treiben.
Bei der derzeitigen Rechtslage werden fast ausschließlich erwerbsfähige Menschen mit Behinderung, welche im Arbeitsleben stehen, gefördert. Eltern behinderter Kinder und erwerbsunfähige schwerbehinderte Menschen werden gesellschaftlich diskriminiert, da ihre Mobilität als nicht förderungswürdig erachtet wird.
Um die individuelle Mobilität von Menschen mit Behinderung, unabhängig von ihrer Erwerbsfähigkeit dauerhaft zu sichern und somit Inklusion möglich zu machen, fordert der MMB das Mobilitätsgesetz. Die dazu beschlossene Kampagne wird zwei Schwerpunkte verfolgen: Aufklärung der Bevölkerung und Parteien sowie Anpassung der Gesetzeslage. Wir sind der Überzeugung, dass wir mit unserer Initiative diesen Meilenstein im Sinne aller Betroffenen setzen können.
Wir verstehen unsere Initiative als fehlendes Element in der Gesamtheit der laufenden Kampagnen im Rahmen der UN Behindertenrechtskonvention, denn ohne bedarfsorientierte, individuelle Mobilität ist eine Teilhabe am gemeinschaftlichen Leben aus unserer Sicht nicht möglich.
Wir streben daher eine intensive Zusammenarbeit mit den auf den jeweiligen Teilgebieten einschlägig aktiven Verbänden und Vereinen an.
V.i.S.d.P: Karin Vollath M.A.
An der Raumfabrik 4
76227 Karlsruhe






