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Mobilitätsnachteile durch Bundesteilhabegesetz ausgleichen - MMB gibt Stellungnahme ab

Pressemitteilung vom 11.03.2015

Vor der erneuten Zusammenkunft der Arbeitsgruppe Bundesteilhabegesetz am Donnerstag hat der Verein Mobil mit Behinderung e.V. (MMB) eine Stellungnahme abgegeben. Darin fordert der MMB die Arbeitsgruppe auf, die gravierenden  Mobilitätsnachteile behinderter Menschen durch entsprechende gesetzliche Formulierungen auszugleichen.

Der MMB erwartet ein Wahlrecht der Verkehrsmittel (ÖPNV, Fahrdienst, bedarfsgerechter privater PKW) im Sinne eines behinderungsbedingten Nachteilausgleichs. Außerdem sollen nach Ansicht des MMB Leistungen der KFZ-Hilfe allen Menschen mit Handicap gewährt werden, die aufgrund einer Behinderung dauerhaft ein eigenes Fahrzeug benötigen, unabhängig davon, ob sie es für private, ehrenamtliche oder berufliche Zwecke nutzen.

Es dürfe ferner keine Fahrtenbeschränkung, weder in der Anzahl noch in der Reichweite bei der Nutzung von Fahrdiensten geben. Die bedarfsgerechten Mobilitätshilfen seien unabhängig von Einkommen und Vermögen sicherzustellen.

„Aufgrund der aktuellen Gesetzeslage, die die individuelle Mobilität für Menschen mit Handicap kaum unterstützt, sind nicht nur die Menschen mit Behinderung selbst isoliert oder von Isolation bedroht, sondern auch die Personen ihres Umfelds, z. B. Eltern, Geschwister, Bekannte und nicht zuletzt der Freundeskreis“, heißt es in der Stellungnahme.
"Das sei nicht im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention und nicht im Sinne der Inklusionsbemühungen in Deutschland".

Der komplette Wortlaut der Stellungnahme als .pdf-Download

Mobil mit Behinderung e.V. wurde 2001 gegründet und setzt sich für 3,5 Millionen moblitätsbehinderte Menschen in Deutschland ein. Im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe berät der Verein Menschen mit Handicap sowie ihre Angehörigen bei der Finanzierung und Anschaffung eines behinderten- und bedarfsgerechten Fahrzeugs. Die bundesweit wichtige politische und beratende Arbeit wird vor allem durch Spenden ermöglicht. Der Vorstandsvorsitzende Heinrich Buschmann erhielt im Januar dieses Jahres für sein MMB-Engagement das Bundesverdienstkreuz am Bande.  

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Dörthe Krohn
Pressesprecherin Mobil mit Behinderung e.V.
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